Recruiting-Events und Recruiting-Messen im Vergleich

Recruiting-Events und Recruiting-Messen im Vergleich

Recruiting-Events und Recruiting-Messen im VergleichFachkräftemangel führt dazu, dass sich Unternehmen immer intensiver mit Fragen des Recruiting und Employer Branding befassen müssen. Wo und wie finden sich die geeigneten Bewerber, die derzeit oder zukünftig vakante Stellen besetzen können? Recruiting-Messen sind hierfür ein beliebtes Instrument und bringen seit Jahren Unternehmen und Studenten oder Absolventen zusammen. Die Recruiting-Messen stellen hierbei für Bewerber eine gute Gelegenheit dar, sich potenziellen Arbeitgebern vorzustellen beziehungsweise viele verschiedene Unternehmen innerhalb kürzester Zeit kurz kennenzulernen. Doch sind diese Messen nicht die einzigen Recruiting-Veranstaltungen, auf die Personalentscheider bei der Einstellung von zukünftigen Nachwuchskräften für das eigene Unternehmen setzen. Immer häufiger setzen international renommierte Konzerne, Mittelständler und Hidden-Champions auf eigene exklusive Recruiting-Events, mit denen sie ihr Hochschulmarketing erweitern. Dabei stellen sich für Personalentscheider die Fragen, worin sich Recruiting-Messen von Recruiting-Events unterscheiden, welches Format sich für welche Anforderungen am besten eignet und wo sich das Employer Branding am besten darstellen lässt. Der folgende Beitrag soll Sie informieren, Unterschiede aufzeigen und Ihnen eine Entscheidungshilfe für eine Form der Recruiting-Veranstaltungen erleichtern.

Wie erfolgreich sind Recruiting-Veranstaltungen?

Zu Recruiting-Messen lädt eine Vielzahl an Unternehmen oder Organisationen ein. Im Gegensatz dazu werden Recruiting-Events für ein einzelnes Unternehmen veranstaltet. Es handelt sich hierbei um Karriere-Events, bei denen im Rahmen von Hochschulmarketing gezielt nach geeigneten Studenten oder Absolventen gesucht wird. Das Unternehmen kann vorab definieren, welche Positionen besetzt werden sollen und so den Auftrag erteilen, gezielt potenzielle Bewerber einzuladen. Bei exklusiven Recruiting-Events ist es zudem möglich, bereits im Vorfeld Anforderungen an die Qualifikation der Event-Teilnehmer zu stellen, sodass zu den Karriere-Events nur Bewerber eingeladen werden, die diesen Anforderungen genügen. Im Gegensatz zu Recruiting-Messen sind bei Recruiting-Events keine Mitwettbewerber anwesend und daher die Konkurrenzsituation wie auf den klassischen Recruiting-Messen ausgeschaltet. Diese Art von Recruiting-Events bietet zudem die Gelegenheit, das Employer Branding überzeugend und einzigartig zu vermitteln und somit die Arbeitgebermarke mit authentischem Marketing zu stärken. Bei den Recruiting-Events findet so eine intensivere Auseinandersetzung mit dem rekrutierenden Unternehmen statt, das sich den Interessenten ausführlich darstellen und die Besucher des Events kennenlernen kann.

Gerade dieser intensive Kontakt ist es, der Recruiting-Events von anderen Recruiting-Veranstaltungen unterscheidet. Dabei kann das Unternehmen sowohl den Termin als auch den Ablauf der Veranstaltung und die Zahl und Art der Teilnehmer frei bestimmen. Zwanglose Programmabläufe können mit verschiedenen Auswahlverfahren und Einzelgesprächen kombiniert werden. So gibt es Kamin-Gespräche, in denen Führungskräfte sich mit den Teilnehmern in gemütlicher Atmosphäre über Ihren persönlichen Werdegang austauschen oder Werksbesichtigungen/Office-Tour und Case-Studies. Die Personalentscheider erhalten einen ersten Eindruck vom Auftreten der eingeladenen Bewerber. Für die Bewerber entsteht durch den intensiven Kontakt und die emotionalen Momente eine erste Bindung an das Unternehmen. Insbesondere wenn das Recruiting-Event im Unternehmen selbst stattfindet, wird die Vorstellung, dort tätig zu werden, authentisch.

Welche Bedeutung kommt den Recruiting-Messen zu?

Was natürlich nicht bedeutet, dass Messen nicht auch geeignete Plattformen sein können, um das eigene Unternehmen zu präsentieren und mit Interessenten ins Gespräch zu kommen. Durch die Teilnahme an Messen, kann das Employer Branding nach außen vermittelt werden, doch kann der gesamte Firmenauftritt nicht allein mit Blick auf die Zielgruppe hin konzipiert werden. Die Teilnahme kann im Rahmen des Hochschulmarketings erfolgen, Kontakte werden dann nicht nur zu Studenten sondern auch zu Hochschulprofessoren und anderen in der Forschung Beschäftigten hergestellt. So haben beispielsweise die Messen einiger Hochschulen einen bedeutenden Rang als Recruiting-Messen und es finden sich zahlreiche Absolventen zu den Hochschulveranstaltungen ein. Personalentscheider sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass an den Messen auch eine Vielzahl von Mitbewerbern teilnimmt und dass es nicht in ihrem Ermessen liegt, welche Interessenten zu dieser Recruiting-Veranstaltung eingeladen werden. Den Hochschulen oder anderen Organisationen ist daran gelegen, möglichst viele Nachwuchskräfte anzulocken und gegebenenfalls auch für Kooperationen zu werben. Der Charakter von Messen wird entsprechend durch vielfältige Ansprüche und Vorstellungen definiert, nicht allein durch eine Begegnung von Unternehmen und interessierten Bewerbern.

Wenngleich Firmen also auch auf Recruiting-Messen die Möglichkeit haben sich zu präsentieren und Fachkräfte auf sich aufmerksam zu machen, entfallen hier wesentliche Momente der Veranschaulichung und der emotionalen Bindung. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung nach außen. Das Führen einzelner Gespräche ist möglich, ein intensiveres Kennenlernen muss dagegen zu einem separaten Termin erfolgen. Die Firmen haben die Möglichkeit, sich an ihren Ständen und im Rahmen von Fachvorträgen vorzustellen, da dies aber für alle Teilnehmer gilt, verteilen sich die Interessenten stärker. So gesehen ließe sich die Recruiting-Messe gut als vorbereitendes Instrument eines Recruiting-Events betrachten, da während der Messe erste Kontakte geknüpft und Bewerber in die Vorauswahl genommen werden. Allerdings gibt es für diese Vorauswahl bereits kostengünstigere Methoden, die zudem weniger zeitintensiv sind.

Die wichtigsten Unterschiede zusammengefasst

Wer an Top-Nachwuchskräften interessiert ist und Studenten wie Absolventen aufmerksam zuhört, wird feststellen, dass es nicht immer nur die höchsten Verdienstchancen sind, die ausschlaggebend für ihre Bewerbung bei einem bestimmten Unternehmen sind. Die zukünftigen Nachwuchskräfte suchen abwechslungsreiche und sinnstiftende Tätigkeiten, sie wollen sich an ein Unternehmen binden, dessen Employer Branding ihnen besonders zusagt, in denen sie sich als Mensch respektiert sehen, das ihnen eventuell die Vereinbarkeit von Familie und Freizeit ermöglicht und dergleichen mehr. Auf exklusiven Recruiting-Events bietet sich die Möglichkeit, sich den Fragen und Anliegen der Bewerber zu stellen und das eigene Employer-Branding mit Nachdruck vor Augen zu führen. Deutlich wurde in der Skizzierung von Recruiting-Messen und Recruiting-Events zudem, dass eine erste emotionale Bindung zukünftiger Mitarbeiter am ehesten gelingen kann, wenn die Veranstaltungen ausreichend Zeit, Raum und Gelegenheit zu einer intensiven Selbstdarstellung und Auseinandersetzung mit den Interessenten bieten. So gesehen sind maßgeschneiderte Recruiting-Events, die von einem einzelnen Unternehmen veranstaltet werden, für Top-Nachwuchskräfte die bessere Wahl.

Weitere Unterschiede betreffen vor allem die Entscheidungsfähigkeit des Unternehmens, das Termin, Ort, Ablauf und Bewerberauswahl bei Recruiting-Events festlegt. Ein Nachteil gegenüber den Recruiting-Events besteht darin, dass das Unternehmen die eigene Veranstaltung nicht im gleichen quantitativen Maße zur Gewinnung von Absolventen nutzen kann. Manche Entscheider sehen darin aber auch einen Vorteil. Denn ein Unternehmen wird sich bei der Darstellung auf einer Messe zwangsläufig immer auf sehr verschiedene Zielgruppen konzentrieren müssen, seinen Auftritt mit Blick auf die Veranstalter, die Mitbewerber, auf Firmenkunden und eine breite Öffentlichkeit hin konzipieren. All dies entfällt im Rahmen von Recruiting-Events, sodass hier tatsächlich gezielt daran gearbeitet werden kann, die passenden Bewerber auszuwählen. Zudem entfällt das von anderen Firmen oder Organisationen gleichzeitig angebotene Programm, sodass sich die Interessenten ganz auf ihren potenziellen Arbeitgeber konzentrieren können.

Wann und für wen ist die Durchführung eines Recruiting-Events geeignet?

Aus den bisherigen Darlegungen wird ersichtlich, dass Recruiting-Messen Unternehmen eine gute Möglichkeit zur Außenpräsentation bieten und quantitativ die meisten Bewerber anzieht. Recruiting-Events dagegen sind eher geeignet, gezielt Top-Talente oder spezielle Profile von Studenten und Absolventen einzuladen. Durch den insgesamt höheren Aufwand bei Recruiting-Events eignen sich diese insbesondere um Top-Talente oder eine eigentlich unternehmensfremde Zielgruppe zu gewinnen. Wird die Zielgruppe in der Konzeption, dem Marketing und der Durchführung des Recruitings von Beginn an berücksichtigt, bieten sich gute Chancen, mit geeigneten Teilnehmern des Recruiting-Events in einen intensiven und emotional verbindlichen Kontakt zu kommen.

Recruiting-Events eignen sich daher für Konzerne, die Top-Talente in, für das Unternehmen untypischen Abteilungen, suchen, für Mittelständler, die in Zukunft einen Schritt vor den Mitwettbewerbern bei dem Recruiting von Top-Talenten sein wollen, und für Hidden-Champions, die auf Qualität anstatt auf Quantität bei den Bewerbern achten. Diesen Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, vorab eigene Anforderungen und Programmabläufe zu definieren. Besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren durch die Darstellung ihrer Arbeitgebermarke und weiterer unternehmensspezifischer Vorteile. So haben Hidden-Champions und Mittelständler die Chance auf Recruiting-Events die Besten der Besten kennen zu lernen und authentisch als loyale Mitarbeiter zu gewinnen.

Eine Auswahl maßgeschneiderter und exklusiver Recruiting-Events finden Sie hier.

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