Absage an schlechtes Absagemanagement

Absage an schlechtes Absagemanagement

Ein professionelles Absagemanagement gewinnt Ihre Talente von morgen. Hingegen leidet Ihr Personalmarketing und Recruiting unter ungeschickten oder verspäteten Absagen. Hier verbessert bereits geringer Aufwand die Candidate Experience deutlich – mit langfristigem Nutzen für Sie. Als Personalmanager kontrollieren Sie einen besonders delikaten Schritt der Candidate Journey: Absagen an hoffnungsfrohe Bewerber. Nutzen Sie diese Herausforderung und setzen Sie auf ein nachhaltiges Absagemanagement. Machen Sie aus vermeintlich schlechter Kunde gute Nachrichten für abgelehnte Bewerber und wandeln Sie so eine heikle Herausforderung im Recruiting in eine Chance um. Vermeiden Sie so das Risiko einer schlechten Candidate Experience, welche mit erheblichem Schaden im Personalmarketing für Ihr Unternehmen verbunden sein kann.

Die lästige Pflicht: Absagemanagement

Als Recruiter sehen Sie jeden Tag Ihre volle Agenda: Je größer das Unternehmen, je attraktiver offene Positionen, desto mehr Bewerbungen warten. Etliche Dutzend Bewerbungen täglich bilden dabei keine Ausnahme in bekannten Unternehmen. Das nachhaltige Absagemanagement, ein wichtiger Schlüssel einer guten Candidate Journey, gerät dabei gerne unter die Räder des Tagesgeschäfts. Zudem senden Sie Absagen mit der Mahnung Ihres Arbeitsjuristen im Hinterkopf: Die eigentlichen Gründe für negative Entscheidungen nicht angeben! Also schreiben Sie einmal mehr Formeln ohne Inhalt in Ihre Schreiben an glücklose Bewerber. So sparen Sie kurzfristig Zeit, verlieren jedoch langfristige Vorteile aus gekonntem Absagemanagement – und handeln sich erhebliche Probleme im Recruiting ein.

Vernetztes Risiko: Schlechte Candidate Experience

Gescheiterte Bewerber teilen ihre Frustration über fehlende oder nutzlose Absagen in diversen Webportalen und Foren. In diesen negativen Erfahrungsberichten liegt erhebliches Potenzial zur Schädigung Ihrer Arbeitgebermarke. Gerade die talentierten Bewerber sichten den Pool von Meinungen zu Unternehmen akribisch. Auf Kununu etwa berichten derzeit 25 Prozent der Generation Y ihre Candidate Experience. Die nachfolgende Generation Z wird entsprechende Erlebnisse zu einem noch höheren Anteil kundtun und mit der Community teilen. Die Webportale und Communitys sorgen dafür, dass die Angehörigen beider Gruppen sich immer stärker vernetzen. Damit bilden sie jetzt bzw. bald ideale Vektoren für Ihr effektives Personalmarketing – oder dessen Desaster.

Best Practice: Positive Candidate Journey

Nachhaltiges Absagemanagement prägt das Image als Arbeitgeber, welches glücklose Bewerber heute von Ihrem Unternehmen gewinnen. Passen Kandidaten nicht ganz zur jeweiligen Position, heißt dies: Sie gehören eigentlich dorthin und Ihre Firma bedauert sehr, nicht zwei jener Stellen anbieten zu können. Mit diesem konstruktiven Absagemanagement unterstützen Sie eine nachhaltige Bindung Ihres talentierten Bewerbers an Ihr Unternehmen und verbessern die Candidate Experience. So füllt ein elegantes Absagemanagement einen Pool kostbarer Kontakte für Zeiten erneuten Bedarfs: Gute Studenten, Absolventen und Young-Professionals besitzen zunehmend Seltenheit und sind ein wichtiges Gut für Ihr Unternehmen. Dennoch werden diese High-Potentials immer wieder einmal Absagen erhalten. Leider gehen verblüffend viele Recruiter dabei besonders ungeschickt vor und verspielen die Sympathie der Bewerber zum Unternehmen. Jene erfolglosen Kandidaten erinnern sich dann umso mehr an Ihre hilfreichen und konstruktiven Absagen. So bleiben Top-Talente besonders offen für Ihre künftigen Anfragen. Gestalten Sie die Candidate Experience Ihrer Kandidaten mit Ihnen durchgängig positiv. Dies beginnt spätestens ab dem Eingang von Bewerbungen, den Sie unbedingt bestätigen. Neun von zehn Bewerber freuen sich dabei bereits über maschinelle Hinweise zum Eintreffen ihrer Unterlagen. Diese Rückmeldung lässt sich bei Online Bewerbungsportalen obendrein völlig automatisieren. So hinterlassen Sie ohne Verlust Ihrer knappen Zeit positive Eindrücke bei den Bewerbern.

Mit Ihrem nachhaltigen Absagemanagement endet die positive Candidate Journey Ihrer Bewerber auch nicht bei Absagen. Honorieren Sie mühsame Bewerbungen: langes Suchen nach angemessenen Stellenanzeigen, Sichtung von Information zum Unternehmen, gelungenes Anschreiben und optimierte Unterlagen. Würdigen Sie diesen hohen Aufwand Ihrer Bewerber mit einer zügigen Mitteilung Ihrer Entscheidung zur Absage. Unterscheiden Sie dabei klar zwischen Person und Qualifikation. Betonen Sie die Zufälligkeit einer konkurrierenden Bewerbung, die Ihr Wunschprofil etwas günstiger abdeckte. Kehren Sie die Sicht um: Ihr Unternehmen passte leider nicht optimal zum Bewerber.Dann weisen Sie gescheiterte Kandidaten auf geeignete Ziele ihrer nächsten Schritte hin. Zugleich bieten Sie einen fortgesetzten Kontakt mit Ihrem Unternehmen an und signalisieren dem Bewerber Ihr persönliches Interesse. So schaffen Sie günstige Bedingungen für wiederholte Bewerbungen ehemaliger Kandidaten – mit optimiertem Profil. Zudem berichtet Ihr abgelehnter Interessent seinem Umfeld von Ihrem positiven Verhalten. Speziell empfiehlt er womöglich Ihrem Traumbewerber einen Versuch bei Ihrem Unternehmen oder bewertet Sie positiv auf Webportalen. Ohne Ihre explizite Wertschätzung hingegen verbreiten weiterhin Jobsuchende negative Erfahrungen zu Ihrem Unternehmen. Dies richtet schnell Schaden an, den Ihr Unternehmen nur langsam beheben kann.

Rechtlicher Rahmen für ein nachhaltiges Absagemanagement

Ihren Respekt und Ihre konstruktive Offenheit kann von abgewiesenen Kandidaten jedoch auch ausgenutzt werden. Vermeiden Sie rechtliche Klagen gegen Ihr Unternehmen. In ungünstigen Fällen lässt sich sonst Ihr Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nachweisen. Etliche Experten im Arbeitsrecht empfehlen daher das Auslassen von Begründungen in Absagen. Mit einiger Umsicht versüßen Sie Ihre Absagen dennoch mit hilfreichen Hinweisen ohne Flächen für juristische Angriffe zu bieten. Beispielsweise verbietet § 1 des AGG jegliche Diskriminierung gegen Personen wegen ihres Alters. Bereits Stellenanzeigen mit üblichen Aussagen führen hier rasch in juristische Untiefen. Die explizite Suche nach einem „Young-Professional“ etwa kollidiert womöglich mit dem AGG. Sie sichern sich jedoch smart ab: Schalten Sie solche Anzeigen in Jobbörsen, die explizit nur Ihrer Zielgruppe dienen oder beauftragen Sie einen Personalvermittler. Ungeeigneten Bewerbern außerhalb jener Gruppe teilen Sie dann problemlos Ihre Gründe mit. Dabei bedauern Sie ausdrücklich Ihren momentanen Mangel an Positionen für erfahrene Bewerber.

Bei Absagen bieten Sie für Ihre aufbauende Rückmeldung direkte Telefonate an. So fällt ein juristischer Angriff mit Aussichten auf Erfolg deutlich schwerer. Zugleich wirken Gespräche erheblich persönlicher als Schreiben, was die Candidate Experience positiv unterstützt. Im Dialog mit ehemaligen Bewerbern verlieren Sie zudem wenig Zeit und gehen besonders effektiv auf individuelle Profile ein. Mit Ihren Hinweisen an junge Menschen sichern Sie sich als erfahrener Manager überdies langfristig Dankbarkeit. Damit bleibt Ihr Unternehmen in bester Erinnerung.

Fazit

Nachhaltiges Absagemanagement verbessert Ihre Candidate Experience und unterstützt Sie nachhaltig beim Recruiting von High-Potentials. Integrieren Sie zügig Schritte in Ihre tägliche Routine und optimieren Sie Ihre Candidate Experience für abgelehnte Kandidaten dann systematisch weiter. Bereits mittelfristig sparen Sie so Ressourcen bei der Suche nach geeigneten Talenten. Zugleich bewahren Sie das gute Image Ihres Unternehmens und helfen mit Ihrer konstruktiven Art guten Bewerbern. Starten Sie jetzt Ihr nachhaltiges Absagemanagement und verbessern Sie Ihre Candidate Experience.

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